Im Hochwassereinsatz

Ab dem 5. Juni waren Kameraden der FF Neustadt im Einsatz in Sachen Hochwasser. Der Versorgungszug mit vier Fahrzeugen und Anhängern sowie das LF-KatS mit Rettungsboot machten sich mit der Bremer Feuerwehrbereitschaft ursprünglich auf den Weg nach Barby bei Schönebeck an der Elbe. Gegen 12.45 Uhr setzte sich der Verband in Marsch. Angekommen sind die Fahrzeuge nach einigen Verkehrsbehinderungen erst um 20 Uhr. Ihr Einsatzort ist schließlich Bernburg an der Saale. Stationiert sind die Bremer an einem THW-Standort. Bereits drei Stunden nach der Ankunft kamen die Kameraden zum Einsatz, um einen Damm zum Schutz der Bernburger Innenstadt zu errichten. Die FF Neustadt betrieb eine Versorgungsstelle für die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Am Samstagmorgen starteten erneut Kameraden der FF Neustadt in den Hochwassereinsatz. Es ging zunächst nach Bernburg, um die Bereitschaft auszulösen und Fahrzeuge und Geräte zu übernehmen. Kurz danach verlegte der (neue) Marschverband nach Wörlitz bei Dessau. Zeitgleich konnten die anderen Kräfte die wohlverdiente Heimreise nach Bremen antreten.

Samstag und Sonntag kamen die frischen Kräfte in Wörlitz bei Dessau zum Einsatz - die Neustädter Kameraden beim Sandsackverbau. Im Laufe des Sonntags verlegte die gesamte Bereitschaft nach Jerichow an der Elbe. Was die Kameraden dort erwartete, wird unvergessen bleiben. Tag und Nacht waren die Aktiven in die Deichverteidigung eingebunden. Nach einem Deichbruch bei Fischbeck, nördlich von Jerichow, spitzte sich die Lage zu. Dörfer mussten evakuiert und Vieh-Herden gerettet werden. Zeitweise stand das Wasser kurz vor dem Stadtzentrum von Jerichow.

Mittwoch (12. Juni) wurden die Kräfte erneut ausgetauscht. Die Versorgungsstelle der FF Neustadt wird von Kameraden der Altersabteilung unterstützt. Auch acht Aktive sind wieder dabei, drei von ihnen bereits zum zweiten Mal.

In den letzten Tagen unterstützen die Kräfte auch im Süden des Landkreises Stendal, der von dem Deichbruch in Fischbeck massiv betroffen ist. Die Pumpen der LF-KatS und des Wasserfördersystems waren im Dauerbetrieb. Ziel war es, Straßenzüge vom Wasser zu befreien.

Am Samstagnachmittag (15. Juni) traf die gesamte Bremer Fachbereitschaft wieder in der Heimat ein.

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